SC Brühl vs. SC Kriens 4:1, Promotion League, 920 Zuschauer

Veröffentlicht am 17. April 2026 um 11:40

Die Promotion League ist eine Königsliga - die perfekte Mischung zwischen sportlichem Reiz und Bodenständigkeit, zumindest war sie es bei der Partie Brühl vs Kriens.

Einer der schönsten Standorte dieser Liga befindet sich in St. Gallen. Der SC Brühl und das Paul-Grüninger-Stadion sind so, wie die Promotion League überall sein sollte. Ein im Stadtteil verankerter Verein mit Geschichte, Ambition, Publikum und einer charmanten Spielstätte. Die Bratwurst wurde einst zur besten der Schweiz gekürt - und wird noch heute perfekt grilliert. Der Fanshop und die Tribüne sind herrlich altmodisch, die Kronenlounge modern, genau der Spagat, um Fans wie auch Sponsoren anzuziehen. 

Am Mittwochabend stand das Spitzenspiel gegen den SC Kriens an. Wieder so ein in jeder Beziehung attraktiver Verein in der Promotion League, leider gibt es von diesen in der dritthöchsten Schweizer Spielklasse nur eine Handvoll.  

920 Zuschauer fanden sich im Paul-Grüninger-Stadion ein. Viele Brühler, viele Krienser, viele Fussball-Liebhaber aus nah und fern. Mehr braucht es nicht für einen spannenden Fussballabend.

Das Promotion-League-Gipfeltreffen zwischen dem SC Kriens (1.) und dem SC Brühl (2.) versprach nach je drei Siegen in Folge ein Spitzenspiel. Während Brühl mit einer routinierten Achse um Kapitän Tunahan Cicek und Felipe Dorta überzeugt, setzt Kriens auf ein offensivstarkes Team mit Topscorern wie Rrezart Hoxha und Nando Toggenburger. In beiden Teams stand sehr viel Erfahrung aus der Super- und Challenge League auf dem Platz.

Die Ausgangslage war klar, der SC Brühl benötigte bei 7 Punkten Rückstand einen Sieg um in den zu verbleibenden 7 Partien noch eine ernsthafte Chance auf einen Aufstieg in die Challenge League zu wahren.

Erfahrene Spieler und Nachwuchshoffnungen aus nächster Nähe, typisch für die Promotion League. Hier der omnipräsente Tunahan Cicek (ex Vaduz, Winterthur, Schaffhausen, Xamax).
 

Der SC Brühl spielte selbstbewusst und druckvoll fast über die gesamte Spieldauer, während der SC Kriens wenig zum eigenen Spielaufbau beitrug. Brühl agierte bissiger, physisch präsenter und liess defensiv kaum Räume zu.

In der 37. Minute belohnte sich Brühl für eine dominante Anfangsphase: Felipe Dorta zirkelte einen Freistoss massgenau in das Lattenkreuz. Völlig entgegen dem Spielverlauf kam Kriens jedoch kurz vor dem Pausenpfiff zum Ausgleich durch einen Penalty (45.+3), es war die einzige gefährliche Szene der Krienser.

Nach dem Seitenwechsel überstand Brühl eine kurze, aber nie wirklich gefährliche Druckphase der Innerschweizer schadlos und schlug eiskalt zurück. In der 64. Minute nutzte Urgestein Sanijel Kucani eine defensive Unordnung der Gäste und hämmerte den Ball zum 2:1 ins Netz. In der Schlussphase übernahm Captain Tunahan Cicek die endgültige Entscheidung: Zuerst traf er per Penalty zum 3:1 (79.), bevor er in der 85. Minute nach Vorarbeit von Jan Wörnhard den 4:1-Endstand markierte.

Trotz einer hektischen Nachspielzeit mit Platzverweisen gegen Traber und Freimann blieb das Fazit klar: Brühl war die reifere Mannschaft und verkürzt den Rückstand auf Kriens auf vier Punkte. Der Abend hatte eine Überraschung parat - zumindest für mich. Jetzt ist das Aufstiegsrennen nochmals lanciert. 

Der SC Kriens brachte eine gut 50-köpfige aktive Fangruppe ins Krontal - nebst einigen älteren Semestern mit SCK-Schal, welche auf der Haupttribüne Platz nahmen. Der SC Kriens hat seit vielen Jahrzehnten eine überschaubare, aber sehr treue und reisefreudige Anhängerschaft. 

SC Brühl Maskottchen "Paul" begrüsst die Zuschauer persönlich - beim St. Galler Quartierverein wird Fussball auf und neben dem Rasen zelebriert.

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