SC Brühl vs. Vevey Sports, Promotion League, 620 Zuschauer

Veröffentlicht am 27. April 2026 um 15:23

Das PGS sollten Ostschweizer Fussballfreunde in Zukunft vermehrt aufsuchen. Schliesslich geht es um nichts weniger als den Aufstieg in die Challenge League. Vier Punkte beträgt der Rückstand von Brühl auf den Leader SC Kriens, bei noch 6 auszuspielenden Runden.

Die wichtigste Botschaft gab es bereits vor dem Spiel. Der SC Brühl erhielt in 1. Instanz die Lizenz für die zweithöchste Schweizer Liga. Beim Stadion muss allerdings nachgebessert werden, zumindest die ersten Spiele würden im Stadion des FC Wil zur Austragung gelangen.

Zuletzt spielte der SC Brühl in der Saison 2011/2012 in der Challenge League, man träumt wieder im Krontal. Was wäre das für eine herrliche Underdog-Geschichte, letzte Saison rettete sich der SC Brühl erst am letzten Spieltag vor dem Abstieg - und das in Extremis. 

Gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten Vevey Sports, einem Verein mit ebenso spannender Geschichte, aber leider wenig glänzender Gegenwart, war der SCB haushoher Favorit.

Vevey Sports spielte so, wie viele Absteiger spielen. Manchmal gute Ansätze, manchmal etwas Pech und im Verlauf eines langen Spiels dann doch mit immer offensichtlicheren Mängeln. Am ende hiess es 7:1 für die Gastgeber. Vevey-Fans waren übrigens keine anwesend. Selbst die Vibiscum-Ultras, dessen Vorläufer bereits seit Jahrzehnten für Stimmung im Amateurfussball sorgen, begleiten den bereits abgestiegenen Verein nicht mehr.

Dafür war Albert Nufer unter den 620 Zuschauern im Krontal. Über den Lebenskünstler und langjährigen St. Galler Politiker sah ich erst vor kurzem eine Archiv-Doku im Schweizer Fernsehen. Er verzichtet in seiner Mansarde ganz bewusst auf jegliche Einrichtung. Aber ein Fussball-Schal des FC St. Gallen war zusehen und auch beim SC Brühl taucht Albert Nufer mit einem SCB-Schal auf. Er hat völlig recht, es gibt Gegenstände, die repräsentieren das Leben selbst.

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