SC Brühl: Die magischen 18 Minuten des Lavdim Zumberi

Veröffentlicht am 1. August 2026 um 11:03

Es begann als ganz normales Promotion-League-Spiel: Der SC Brühl hatte gegen die U21 der Young Boys viel Ballbesitz und kam zu einigen Abschlüssen aus der Halbdistanz, geriet aber durch Abspielfehler im Mittelfeld und die Effizienz der technisch versierten U21-Spieler mit 0:2 in Rückstand (34., 45.+2).

Die Startviertelstunde der zweiten Halbzeit machte die Zuversicht nicht besser. Nach Chancen stand es mittlerweile zwar 8:3 für Brühl, aber es hätte nicht viel gefehlt und die geschickt spielenden Berner wären mit 0:3 in Führung gegangen (55.). Dies sorgte für Unruhe unter den Brühler Zuschauern.

Dann kam die 60. Minute, und Denis Sonderegger wechselte Lavdim Zumberi ins Spiel ein. Wer konnte ahnen, dass dieser vor hatte, das Spiel seines Lebens zu zeigen? Innert 18 Minuten verwandelte der ehemalige U20-Nationalspieler mit drei Treffern einen 0:2-Rückstand in einen 3:2-Vorsprung (64., 80., 82.). Der im Februar verpflichtete ehemalige Spieler von Feronikeli 74 (Kosovarische Superliga) und Challenger-League-Spieler vom FC Wil zeigte damit einen lupenreinen Hattrick – das sieht man auch nicht alle Tage. Die ganze Mannschaft agierte in dieser Phase druckvoll und spielte die Meisterschaftspartie mit Vorwärtsdrang zu Ende. Die logische Konsequenz war das 4:2 durch den ebenfalls eingewechselten Rafet Baralija (90.+2, Neuzugang von Vaduz II).

Einem guten, aber zu wenig konsequent agierenden SC Brühl wurde durch die starke Bank zum Sieg verholfen. Das stimmt zuversichtlich für die laufende Saison in der dritthöchsten Schweizer Liga, zumal die prominentesten Zuzüge (Fabio Lymann, AC Bellinzona; David Mistrafovic, HSK Posusje) noch gar nicht auf dem Platz standen.

SCB-Maskottchen Paul begutachtet die Baustelle im Paul-Grüninger-Stadion. Die Tribüne ist derzeit wegen einer Dachsanierung gesperrt und ab September wieder geöffnet.

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