SC Brühl St. Gallen 1901 vs. FC Biel-Bienne 1896 ist so eine Partie, die man in der Promotion League sehen möchte.
Zwei Traditionsvereine die etwas weniger (Brühl) und etwas mehr (Biel) mit der Challenge League liebäugeln. Zwei ehemalige Schweizer Meister (Brühl 1915, Biel 1947). Zwei Vereine die zusammen auf 51 Jahre in der zweithöchsten Schweizer Liga kommen (Brühl 22 Saisons, Biel 29 Saisons). Aber auch zwei Vereine, die nicht nur von Tradition leben. Brühl spielte letzte Saison lange um den Aufstieg in die Challenge League und der FC Biel schaffte es 2025 in den Schweizer Cup-Final.
Eine solche Partie lockte gestern Abend 680 Zuschauer auf die Baustelle im Paul-Grüninger-Stadion. Die Haupttribüne steht nach der Dachsanierung erst wieder im September zur Verfügung.
Das Spiel zwischen dem Tabellenzweiten und Tabellendritten wurde kein Spektakel und gleichwohl stand es auf einem guten bis sehr guten Niveau. Man sah zwei abgeklärt und sicher agierende Mannschaften mit Vorteilen für Brühl. In der 59. Minute die Szene des Spiels. Presley Pululu erzielte aus gegen 30 Metern mit einem Traumtor in den Winkel das 1:0 für die Uhrenstädter. In der restlichen Spielzeit baute Brühl weiter Druck auf, doch Biel agierte zu clever. Brühl hatte mehr vom Spiel, Brühl hatte mehr Torchancen (5:2) und doch reichte es nicht.
Damit endete für den SC Brühl eine bemerkenswerte Serie von 18 Spielen im Paul-Grüninger-Stadion ohne Niederlage.
Abendstimmung im Paul Grüninger Stadion.
Aus Biel-Bienne reisten, mit 15-minütiger Verspätung, rund 40 Fans an. Eine altersmässig bunt gemischte Truppe mit zweisprachigem Support. So etwas braucht die Promotion League.
Dem SC Brühl stände eine kleine Fanszene ebenfalls gut zu Gesicht, aber die Attraktivität auf die Jugend scheint neben dem FC St. Gallen sehr begrenzt zu sein. Vielleicht ist der alte Arbeiterclub Brühl heute auch einfach ein Ort für Fussball-Romantiker.
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